Fährst du Autobahn?

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Ich werde oft gefragt, ob ich eigentlich Autobahn fahre und wie die anderen Verkehrsteilnehmer auf mein Schneckentempo reagieren.

Über den Straßenrand hinaus sehen

Nein, ich fahre bewusst keine Autobahn. Zum einen ist es zu gefährlich und zum anderen erreiche ich nicht immer die Mindestgeschwindigkeit. Doch auch, wenn ich wieder als „echter“ Autofahrer unterwegs bin, werde ich versuchen nen Gang zurück zu schalten und auch mal abzufahren. Denn die vielen zauberhaften Flecke von Deutschland und idyllisch gelegenen Orte, hätte ich so niemals sehen können!


Funktion: Autobahnen vermeiden = die schönere Strecke?

Leider nein. Das Navi sucht auch bei der Eingabe von „Autobahnen vermeiden“ die schnellste oder kürzeste Route raus – und die führt in 70% der Fälle über ähnlich langweilige Bundesstraßen.


Die Routenplanung

Der Tipp, „fahre am Fluß entlang, der fließt ja nicht bergauf“ erschien mir für meine Vorbereitung der Routenplanung ausreichend. Doch vor ein paar Tagen kam die Lösung in mein E-Mail Postfach reingeflattert.
Ich bekam eine E-Mail von Klaus-Peter Hausberg, dem Gründer des Deutschen Ferienstraßennetzes.
Die haben die schönsten Routen & Touren in Deutschland zusammengesucht und aufgeschrieben. Doch damit ist es nicht getan. Über die Geschichte und Kultur der einzelnen Regionen wird man auch aufgeklärt. Nicht nur Freude am Fahren, sondern auch noch Klug werden! Exzellent.

Ich ärgere mich, dass ich das nicht schon vorher wusste und plane meine Strecke von Luhmühlen nach Berlin neu und fahre einen Teil der Niedersächsischen Spargelstraße. Klingt vielversprechend! Zwar sind es nun ein paar Kilometer mehr, aber das will ich jetzt mal testen.

Nach einer Weile schnalle ich, dass diese braunen Schilder am Straßenrand wohl etwas damit zu tun haben. Im Augenwinkel habe ich die schon paar mal gesehen, aber Gedanken darum habe ich mir nie wirklich gemacht.


Jeden Tag eine gute Tat

Da wir heute Sonntag haben, habe ich alle Berechtigung eine Autoschlange hinter mir her zu ziehen. Ich bin der Botschafter der Entschleunigung – und tue allen fahrenden Gefährten in meinem Rückspiegel etwas Gutes. Ja gut, irgendwann wird’s dann doch zuviel und ich verweile immer mal an einer der Empfehlungen vom braunen Schild. Ab und zu vom Weg abkommen ist vielleicht eine weitere Erkenntnis auf der Suche nach Entschleunigung.


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